{Rezension} Cody Mcfadyen – Die Stille vor dem Tod

by Lena G.

Smoky Barrett ist zurück
An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit  zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.
Quelle: Bastei Lübbe

Für mich DIE Enttäuschung des Jahres!

Auf “Die Stille vor dem Tod” habe ich mich, wie so viele andere Fans auch, 6 lange Jahre gefreut. Da mich Cody Mcfadyen mit seiner Smoky-Barrett-Reihe in der Vergangenheit restlos begeistern konnte, waren meine Erwartungen an diesen fünften Band ziemlich hoch gesteckt. Dass mich dieser Titel dann dermaßen enttäuscht, habe ich wirklich nicht kommen sehen.

Dabei beginnt die Story mehr als spektakulär. Die ersten fünfzig Seiten haben es wahrlich in sich und beinhalten die spannendsten Szenen des gesamten Buches. Mit den Seiten wird es immer abstrakter, philosophischer und langweiliger. Einige Passagen erscheinen so sinnentleert, dass ich sie gänzlich überflogen habe.

Hinzu kommen die brutalen Szenen, die auf mich merkwürdig erzwungen wirkten. Mcfadyen hat eine schockierende Aneinanderreihung von Taten seelenloser Psychopathen niedergeschrieben, die jegliche Vorstellungskraft überschreiten. Sicherlich gehört eine gewisse Brutalität in einen handfesten Thriller, aber sie darf nicht zu sehr im Fokus stehen, damit ein gesunder, emotionaler Verstand auch die Chance hat, alles zu verdauen. Diese Möglichkeit wird den Lesern hier kaum gewährt. Vielmehr setzen die widerlichen Details diesem Thriller zu, vor allem da sie zum größten Teil nichts mit dem hier vorliegenden Fall zu tun haben.

Die Protagonistin Smoky Barrett ist eine meiner absoluten Lieblingscharaktere und ich habe sie in der Vergangenheit gerne begleitet. Ich kenne keinen Charakter, der stärker ist als sie und so viele Schicksalsschläge einstecken musste. Daher tut sie mir dieses Mal unwahrscheinlich leid, da sie immer mehr erleiden muss. Mcfadyen prüft seine Protagonistin mittlerweile aufs Übelste und meiner Meinung nach, sollte es jetzt langsam reichen. Auch wenn mir der Abschied von ihr schwerfallen würde, sollten wir sie besser in den vorzeitigen Ruhestand schicken oder intern versetzen lassen.

Nun zurück zum Psychothriller, der insgesamt nicht funktioniert. Das Ganze brutale Drumherum und die philosophischen Ansätze passen nicht zusammen und fügen sich nicht mit der eigentlichen Story.
Dass der eigentliche Fall am Ende nicht vollständig aufgeklärt wird, gibt dem Buch den Todesstoß. Es sollte einfach nicht sein …

Obwohl Mcfadyen an einigen Stellen zu überraschen weiß und die Spannung leicht aufflackern lässt, scheint es so, als habe jemand anderes dieses Werk verfasst. Denn dieses Buch ist kein typischer Mcfadyen.
Wer erwartet, dass “Die Stille vor dem Tod” nahtlos an die vier vorherigen Bände anschließt, wird dieses Buch am Ende maßlos enttäuscht zur Seite legen oder sogar abbrechen.

Für mich leider die größte Enttäuschung des Jahres!

Informationen zum Buch
478 Seiten | Band 5 | Originaltitel: « The Truth Factory»
ISBN: 978-3-7857-2566-5 | Verlag: Bastei Lübbe
Leseprobe (.pdf)
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Die Smoky Barrett-Serie
1. Die Blutlinie
2. Der Todeskünstler
3. Das Böse in uns
4. Ausgelöscht
5. Die Stille vor dem Tod

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1 comment

Rezension zu Die Stille vor dem Tod von Cody McFadyen - angeltearz liest 11. September 2019 - 9:26

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