{Rezension} Erin Watt – Paper Prince. Das Verlangen

by Lena G.

Paper Prince von Erin Watt

Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

Quelle: Piper

 

Kommt nicht ganz an den Vorgänger ran

Obwohl „Paper Princess“ von unzähligen Klischees überlagert und zum Teil etisch nicht ganz nachvollziehbar war, entwickelte sich der Auftaktband zu einem überraschenden Highlight. Das Tempo war schwindelerregend, der Sog zerstörerisch und das offene Ende machte mich wahnsinnig.

Die direkte Fortsetzung „Paper Prince“ knüpft nahtlos an den ersten Band an und kann, zumindest am Anfang, das rasante Tempo halten. Doch dieses lässt schnell nach und die Story kommt zum Stillstand.

Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger, der mich vor allem durch seine Leichtigkeit überzeugte und mich durch die Seiten fliegen ließ, weist diese Fortsetzung deutlich mehr Längen auf und ist stellenweise übertrieben überzogen.


Verkorkst …

Natürlich ist auch der ersten Band mit vielen Klischees behaftet, die man durchaus mit einem Augenzwinkern hinnehmen kann, aber dieses Mal fiel es mir schwer einfach drüber wegzusehen, da es einfach zu viele waren. Auch der verbale Austausch zwischen den verfeindeten Parteien war extrem verletzend und zu sehr unter der Gürtellinie.

Hinzu kommt, dass Ellas selbstzerstörerische Abwehrhaltung mit der Zeit an Authentizität verliert, wobei sie eigentlich eine toughe und starke Persönlichkeit ist. Ganz fürchterlich empfand ich die Hierarchie an der Privatschule und das ungeheuerliche Verhalten der reichen Kids. Geht es dort wirklich so ab?

Überhaupt nicht nachvollziehbar ist auch das Verhalten von Ellas Vormund Callum Royal in Bezug auf seine Brooke. Würde sich ein Mann in seiner Position tatsächlich so dumm und blind verhalten?
Obwohl sich zum Ende hin seine unerklärliche Hörigkeit Brooke gegenüber klärt und man seine Motive zum Teil nachempfinden kann, musste ich oft verständnislos den Kopf über ihn schütteln.


… und trotzdem anziehend.

Nichtsdestotrotz entwickelt die Story, nach dem langatmigen Hauptteil und einigen nicht nachvollziehbaren Wendungen, erneut einen unbeschreiblichen Sog, der mich durch die letzten Seiten fliegen ließ. Und erneut endet alles in einem nervenaufreibenden Cliffhanger…

Trotz meiner Kritik und Unzufriedenheit möchte ich den abschließenden dritten Band „Paper Palace“ unbedingt lesen.

 

 

Bibliografie

Erscheinungstermin des Taschenbuchs: 3. April 2017
368 Seiten
Band 2 von 3 «Paper»
Originaltitel: «Broken Prince»
übersetzt von:
ISBN: 978-3492060721
Verlag: Piper

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