Home Aktuelles {gesehen} »Mittagsstunde« nach Dörte Hansen +GEWINNSPIEL zum Kinostart

{gesehen} »Mittagsstunde« nach Dörte Hansen +GEWINNSPIEL zum Kinostart

by Lena G.
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Mittagsstunde Hauptplakat Kino 2022
{Transparenz: Werbung, unbez. Gewinnspielkooperation}
© 2022 Majestic Filmverleih
Ingwer, 47 Jahre alt und Dozent an der Kieler Uni, fragt sich schon länger, wo eigentlich sein Platz im Leben sein könnte. Als seine „Olen“ nicht mehr allein klarkommen, beschließt er, dem auf den Grund zu gehen, seinem Lehrstuhl an der Universität und seinem Leben in der Stadt den Rücken zu kehren, um in seinem Heimatdorf Brinkebüll im nordfriesischen Nirgendwo ein Sabbatical zu verbringen. Doch den Ort seiner Kindheit erkennt er kaum wieder: keine Schule, kein Tante-Emma-Laden, keine Dorfkastanie, keine Störche, auf den Feldern wächst nur noch Mais. Als wäre eine ganze Welt versunken. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Knicks und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und seine Eltern mit dem Gasthof sitzen ließ? Wann verschwand die Mittagsruhe mit all ihren Herrlichkeiten und Heimlichkeiten? – Sönke Feddersen, de Ole, hält immer noch stur hinter seinem Tresen im alten Dorfkrug die Stellung, während Ella, seine Frau, mehr und mehr ihren Verstand verliert. Beide lassen Ingwer spüren, dass er sich schon viel zu lange nicht um sie gekümmert hat. Und nur in kleinen Schritten kommen sie sich wieder näher …Majestic Filmverleih

Ein leise erzähltes Familiendrama

»MITTAGSSTUNDE« basiert auf dem facettenreichen und gleichnamigen Roman von Dörte Hansen aus dem Jahr 2021.

Mit viel Feingefühl erzählt sie darin die Familiengeschichte von Ingwer Feddersen. Der 47-jährige promovierte Dozent legt eine berufliche Pause ein, um in sein Heimatdorf Brinkebüll in Nordfriesland zurückzukehren. Seine Großeltern benötigen seine Unterstützung und neben seiner Absicht, beide zu pflegen, ist Ingwer auf der Suche nach seinem Platz im Leben. In Angesicht seines anstehenden Verlustes ist ihm die Sehnsucht nach einem Neubeginn umso bewusster.

Obwohl die Romanvorlage eine Art Heimatroman ist, hat diese Geschichte nichts mit Kitsch und Romantik zu tun. Sie zeigt ehr kühl den wahren Wandel des Landlebens und den Verfall einer Dorfidylle.

Mittagsstunde
© Majestic / Christine Schroede (2022)

In die Rolle des Protagonisten schlüpft Charly Hübner, der mit seiner schauspielerischen Leistung auf der gesamten Linie überzeugt. Er schafft es, dass sein Charakter zwar die Klischees bedient, die den Norddeutschen nachgesagt werden und kommt wortkarg daher. Trotz seiner emotionalen Verschlossenheit schafft er es, durch seine Mimik und Gestik die tiefen Gefühle bei den Zuschauern zu wecken.

Obwohl die Handlung weniger aufregend und die Atmosphäre ehr eingeschlafen und ruhig ist, ist dieser Film auf eigentümliche Weise unterhaltsam. Dennoch hätte ich mir noch mehr Informationen über die eigentliche Lebensweise des Protagonisten gewünscht, um die gesamte Lebenssituation besser nachempfinden zu können.
Doch mitzuerleben, wie die Hauptfigur das Schicksal annimmt und an diesem wächst, ist schön zu beobachten.

Wie auch im Roman gibt es im Film viele plattdeutsche Dialoge. Wer diesen Dialekt versteht, kann sich sogar die komplette plattdeutsche Sprachfassung anhören. Denn für diesen Film wurden viele Szenen doppelt gedreht. Ich finde es bemerkenswert, dass so viel Wert auf Mundart gelegt wird, was den Film so authentisch und liebenswert macht.

MITTAGSSTUNDE - Trailer - Ab 22. September im Kino!
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