{Rezension} Jan Weiler – Das Pubertier

by Lena G.
Buchcover "Das Pubertier" von Jan Weiler

Haben Sie auch ein Kind in der Pubertät? Dann brauchen Sie dieses Buch! 22 hochamüsante Geschichten von Jan Weiler, dem Autor des Bestsellers «Maria, ihm schmeckt’s nicht».
Sie waren süß. Sie waren niedlich. Jeden Milchzahn hat man als Meilenstein gefeiert. Doch irgendwann mutieren die Kinder in rasender Geschwindigkeit von fröhlichen, neugierigen und nett anzuschauenden Mädchen und Jungen zu muffeligen, maulfaulen und hysterischen Pubertieren. Aus rosigen Kindergesichtern werden Pickelplantagen. Nasen, Beine und Hinterteile wachsen in beängstigendem Tempo. Stimmen klingen wie verstimmte Dudelsäcke, aber die Kommunikation scheint ohnehin phasenweise unmöglich, denn das Hirn ist wegen Umbaus vorübergehend geschlossen. Und doch ist da ein guter Kern. Irgendwo im Pubertier schlummert ein erwachsenes Wesen voller Güte und Vernunft. Man muss nur Geduld haben, bis es sich durch Berge von Klamotten und leeren Puddingbechern ans Tageslicht gewühlt hat. Verdammt noch mal!

KINDLER

Nicht neu, aber ungeheuer witzig

Jan Weiler schreibt nicht nur Bestseller wie “Maria, ihm schmeckt’s nicht!”, er ist auch zweifacher Vater. In seinem schlanken Büchlein “Das Pubertier” schildert er einige Episoden aus dem Leben eines pubertierenden Teenagers und dessen Eltern.

Sicherlich gibt es zu dieser Thematik unzählige schlaue “Ratgeber”, die am Ende meist zu nichts führen. Jan Weiler berät weder mit seinem kurzen Roman, noch zeigt er besserwisserisch auf die Fehler der anderen. Er erzählt einfach aus dem Leben eines Vaters, der den Launen seiner pubertierenden Tochter gnadenlos ausgeliefert ist. Dabei zeigt er für beide Seiten gleichermaßen Verständnis und bezieht auch neumodische und ernst zunehmende Probleme mit ein, die in den letzten Jahren erst zu solchen wurden. Facebook und Co. sind für junge Erwachsene zu Statussymbolen geworden. Der extreme Zwang dazugehören zu wollen, kann auf Dauer belastend und gefährlich werden. Eine Thematik, die Eltern auf jeden Fall nachdenklich macht.

Auch wenn Jan Weiler nichts Neues erzählt, tut es einfach gut zu lesen, dass auch andere Eltern sich mit den gleichen Vorwürfen malträtieren und das unmögliche Verhalten der Pubertiere als ihr persönliches Scheitern betrachten.

Mich hat dieses schlanke Büchlein ungemein gut unterhalten, da es offen und ehrlich geschrieben wurde und Jan Weilers Art zu erzählen mich immer wieder schmunzeln ließ.

Der Preis ist gemessen der geringen Seitenzahl für meinen Geschmack entschieden zu hoch.

Bibliografie
128 Seiten
Band 1 von 3
ISBN: 978-3-463-40655-8
Verlag: Kindler
Leseprobe (.pdf)
Buchtrailer – Das Pubertier
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