Home Allgemein {Rezension} Ava Dellaira – Love Letters to the Dead

{Rezension} Ava Dellaira – Love Letters to the Dead

by Lena G.
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Love Letters to Dead von Ava Dellaira


Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Quelle: cbt

Eine sehr intensive Geschichte mit leider ungeahnten Längen

Altersmäßig gehöre ich nicht zur Zielgruppe, doch ich wollte dieses Buch gleich aus mehreren Gründen lesen.
Zum einen wäre da natürlich das auffallend schöne Cover und der faszinierende Titel, der einen kurz innehalten lässt, aber ausschlaggebend waren die ersten Worte – “Lieber Kurt Cobain, …” – und der Tweet von Emma Watson an die Autorin: “Liebe Ava, ich liebe dein Buch.
In “Love Letters to the Dead” geht es um die 15 jährige Laurel, die für ihren Englisch-Kurs einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben soll. Laurel schreibt diesen einen Brief und dann noch einen und daraufhin noch viele viele mehr. Sie schreibt sich ihren Schmerz von der Seele, versucht so den Tod ihrer geliebten Schwester zu verarbeiten. Während sie das Wort an verstorbene Menschen richtet, überschreitet sie ihre emotionale Grenze, doch so schafft sie es endlich, sich zu öffnen und lernt dabei, sich in den schönen Dingen des Lebens zu verlieren.
Ava Dellaira trifft in ihrem Debütroman den richtigen Ton und begegnet ihrer jugendlichen Zielgruppe auf Augenhöhe.
Schnell spürt man, dass Laurel neben den Freitod ihrer Schwester einen weiteren schweren Schicksalsschlag aus ihrer Kindheit zu verarbeiten hat. Herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist, baut eine gewisse Spannung auf. Gleichzeitig zieht sich das Thema künstlich in die Länge, in dem es immer wieder grob angeschnitten und lange Zeit nicht auf den Punkt gebracht wird.
Die Idee Laurels Geschichte in Form von Briefen zu erzählen, ist ungewöhnlich gut! Ich glaube, dass diese Geschichte auch nur so funktioniert.
Es ist aber nicht nur Laurels Lebensgeschichte, die nachdenklich macht, es sind auch die Geschichten der verstorbenen Menschen (Prominente), die mich oft innehalten und mich sogar das Buch zur Seite legen ließen, um im Internet nach ihren Schicksalen zu forschen. Einige Personen kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt sogar noch gar nicht, aber es war eine schöne Erfahrung kurz über sie nachzudenken.
Auch wenn zwischen den Zeilen unglaublich viele Emotionen mitschwingen und man manchmal in den wunderschönen Sätzen einfach nur versinken möchte, weist die Story zwischendurch ungeahnte Längen auf.
Insgesamt fand ich diese bedrückende und sehr intensive Geschichte durchaus lesenswert und denke, dass sie viele junge Leser begeistern kann!
 

Bibliografie
416 Seiten | Einzelband | Originaltitel: «Love Letters to the Dead»
ISBN: 978-3-570-16314-6 | ab 14 Jahren
Verlag: cbt
Leseprobe
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